Meine Philosophie
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Aktualisiert: 7.11.2011
Hier werde ich so nach und nach versuchen zu beschreiben wie meine Einstellung zur Katzenzucht ist und vielleicht auch, wie sich so manches, sei es durch weitere Erfahrungen und Erlebnisse, daran verändert.
Ich denke, dass die Ansichten, was einen guten oder schlechten Züchter ausmacht 1. sehr stark differieren und 2. mir oft zu engstirnig und eingefahren sind. Oft sehe ich Neid und Missgunst unter den Züchtern und frag mich dann: muss das sein? Ich denke, man kann doch auch dem andern mal einen Erfolg einfach gönnen und wenn meine Katze mal nicht gewinnt, dann ist es eben so, deshalb werde ich sie dennoch nicht lieblos in den Käfig "zurückwerfen" (wie man es ja leider auch beobachten kann), denn für mich werden meine Katzen immer etwas besonderes sein und auch die schönsten und tollsten, davon wird mich auch kein V2 oder ähnliches abbringen. Und wenn wir schon bei den Richterbeurteilungen sind, wir wissen doch alle, dass es auch andere Faktoren gibt, die bei den Bewertungen eine Rolle spielen und wenn es nur die Vereinszugehörigkeit ist.
Ist ein Züchter ein besserer Züchter, wenn er ein Haus mit Garten hat, statt in einer Stadtwohnung zu leben? Natürlich ist es schön ein Freigehege zu haben, ein zweites Stockwerk oder einfach mehr Platz, doch noch so viel mehr Platz wird auch ganz schnell verhältnismäßig weniger, wenn man statt 3, 4 oder 5 Katzen, 20 hat!
Ich persönlich finde, dass die Einstellung stimmen muss und das Herz am richtigen Fleck sein sollte. Denn, wenn dem so ist, wird man seine Zucht so gestalten, dass es den Verhältnissen angemessen ist. Ich lege Wert darauf, dass ich eine Hobbyzucht habe, d.h. ich tu das nicht, um Geld zu verdienen oder mich in irgend einer anderen Art und Weise zu profilieren. Ich stelle zum Beispiel auch in Frage, ob es jemandem wirklich um das Tier an sich geht oder doch eher um sein eigenes Ego, wenn man jedes Wochenende hunderte oder gar tausende von Kilometern sich und seinen Katzen zumutet, um noch ein "Urkündchen" zu kriegen. Auch züchte ich nicht ausschließlich nach Äußerlichkeiten, sondern vielmehr nach Charakter, Wesen und vor allen Dingen Gesundheit. Zu einem angenehmen Wesen und einer verträglichen Katze gehört auch eine entsprechende Sozialisierung in einer Katzengruppe und, da wir nunmal Katzen für "Menschenfamilien" züchten, auch eine entsprechende Sozialisierung mit den Menschen. Manche Züchter wollen am liebsten nur immer einen Wurf pro Verpaarung haben, um dann "voranzukommen", ich schau mir lieber erstmal das Ergebnis an und mache den gleichen Wurf, wenn es gepasst hat dann gerne ein zweites Mal. Ich will meine Katzen, auch die Kleinen, kennen und kann mir auch schlecht vorstellen, sie sobald sie kastriert sind, automatisch wegzugeben. Sollte es so kommen, dass eine Kastratin oder ein Kastrat in meiner kleinen Gruppe nicht mehr zurecht kommt und möglicherweise sogar leidet, werde ich auch zu dieser Möglichkeit greifen, aber gut gehen wird es mir damit nicht, aber was muss muss, nur zur Gewohnheit möchte ich es nicht werden lassen, solange sie sich hier wohl fühlen bleiben sie! Deshalb werde ich mir auch nicht eine Zuchtkatze nach der anderen kaufen oder aus jedem Wurf eine behalten, schon allein deshalb, weil ich glaube, dass ein zu großer Bestand gemessen an der Größe der Wohnung und gemessen an der Möglichkeit der Zuwendung nicht gesund ist. Im März 2011 hatte ich einen Wurf mit 6 Kitten und ich muss sagen, es war einfach auch mal anstrengend und zeitintensiv und hätte ich jetzt noch einen zweiten großen Wurf gehabt, hätten wir meinem Empfinden nach dem nicht gerecht werden können, denn einen Job habe ich eben auch noch. So jedoch lief es wie schon im letzten Jahr ganz wunderbar, sie schmusen, spielen, sind aufgeweckt und sehr zutraulich und man merkt sogar, dass sie ein gesundes Urvertrauen besitzen. Ich will meinen Kätzinnen auch nach jedem Wurf einer entsprechende Erholungspause gönnen und mein Plan ist, dass so zwischen jedem Wurf einer Katze min. 18 Monate Pause liegen sollen, wobei es auch hier Unterschiede gibt, in dem wie eine Kätzin den Kittenstress verkraftet. Giuliana z.B. hatte ja nur zwei Mädels und war lange nicht so beansprucht wie Hillary mit ihren 4 Buben und den 2 Mädels.
7.11.2011
Jetzt muss ich einfach mal etwas Frust abladen und ein paar Geschichten teilen, die so eigentlich nicht sein müssten. Ich persönlich glaube ja immer an das gute im Menschen, aber wenn man das so erlebt, lässt mich das sehr zweifeln.
Es ist schon komisch, was einem alles so widerfährt, deshalb hier an dieser Stelle mal ein paar äußerst befremdende Erlebnisse. Nachdem ich nun in Dachau wiedermal auf eine sehr merkwürdige Züchterin gestoßen bin, und hier sei erwähnt, sie war nur als Besucherin dort. Da sträunt sie ganz schnell durch die Halle, kundschaftet ihre "Konkurrenz" aus, denn ein Miteinander ist ihr scheinbar komplett fremd, beleidigt die Katzen und verschwindet dann wieder. Sie kennt offensichtlich weder die gängigen Begrüßungsformeln noch Verabschiedungen. Sie denkt dann auch noch, dass man sie nicht erkennt und sich nicht daran erinnert, dass sie auch mal bei einem Genetikseminar war und am zweiten Tag nicht mehr erschien, weil sie dem ganzen nicht folgen konnte. Dies als solches finde ich nicht schlimm, aber dann sollte man sich vielleicht im Vorfeld nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und so dick auftragen mit seinem Genetikwissen, das ja offensichtlich nicht vorhanden war, sonst hätte sie ja eine der Fragen beantworten können, die ihr gestellt wurden.
Ein weiteres Beispiel sind die verheimlichten Kitten, die nicht besonders alt geworden sind. Besonders in großen Würfen kommt das einfach auch mal vor und ist auch durchaus in einem gewissen Grad natürlich. Das nennt man übrigens natürliche Selektion. Wenn dann bei jemanden aber ständig mehrere Kitten versterben, sollte man sich vielleicht doch mal Gedanken machen, was da nicht stimmen könne, als sie klammheimlich unter den Tisch fallen zu lassen und so zu tun als ob alles in Ordnung sei.
Denn eines ist sicher, irgendwann fliegt man auf, nur haben wahrscheinlich bis dahin schon viele Kätzchen gelitten und möglicherweise auch die potentiellen Käufer!
Na, und dann sind da noch jene Leute, die einen anrufen, um nach einem Kitten zu fragen, am besten noch sehr detailliert , woran man dann schon merkt, dass ein Züchter am Telefon ist und natürlich kommt dann die Frage nach dem Preis. Woher sollte ein Liebhaber denn den Begriff "smoke" oder "silber" kennen? Naja, kann sein, ist aber unwahrscheinlich. Dann wird auch noch ein Termin vereinbart und eine Telefonnummer angegeben. Ich nehme mir den Nachmittag frei, warte und stelle fest, es war ein Fake, denn die Nummer existierte nicht und so hat mich das einen Nachmittag gekostet. Danke auch! Da darf man sich dann echt nicht wundern, wenn manche Leute nur allzu misstrauisch reagieren, gell Frau "Schuster" (das war das Pseudonym und da sie ja nicht existiert, kann ich den Namen ja ruhig schreiben). Nur dumm, wenn die Stimme erkannt wird, weil man sich auf einer Ausstellung schon mal unterhalten hat. Hat man das wirklich nötig? Ich finde das nur peinlich!
Natürlich liegt es mir fern, hier Namen zu nennen. Ich will auch niemanden verurteilen. Ich halte solche Verhaltensweisen für absolut fragwürdig und unnötig! Es geht doch auch anders. Kritik kann sachlich geübt werden und ist vielleicht ein guter Anstoss für eine Diskussion und Fragen (auch nach dem Preis) kann man auch offen stellen. Wir wissen doch alle, was in dieses Hobby investiert werden muss und ein Austausch würde vielleicht auch dahingehend zu Verbesserungen führen.
Fortsetzung folgt....